DL8MCG

18. Mai 2010

Nebenaussendung durch Betriebsfunkanlage in Holzkirchen

Filed under: Uncategorized — dl8mcg @ 20:50

Mitte April 2010 erzeugte eine Betriebsfunkanlage im Holzkirchener Gewerbegebiet starke Nebanaussendungen im 2m-Amateurfunkband. Im Bereich 145,615MHz bis 145,635MHz war permanentent ein frequenzinstabiles Störsignal vorhanden und beinträchtigte die Funkkommunikation im Amateurfunkband. Ortsansässige Funkamateure schlossen sich zusammen und konnten durch Peilmessungen die Störungsquelle bis auf eine Restunsicherheit von 50m  genau bestimmen. Anschliessend wurde der Funkstörungsmessdienst der BNetzA um Hilfe gebeten, der durch die geleistete  Vorarbeit schnell den Störer (Gemeindewerke) ermitteln  konnte. Eine Abschaltung der störenden Anlage wurde angeordnet. Auch der DARC (Dachverband der Funkamateure in Deutschland) wurde über den Fall unterrichtet.

Ein Bilderbuchfall nach dem Motto:     Aufklären (Peilen)  ->  Melden (Behörde)  ->  Störungsbeseitigung anordnen (Abschaltung / Reparatur der störenden Anlage).

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24. April 2010

Starke Empfangsstörungen an der Amateurfunkstelle DM5TI

Filed under: Uncategorized — dl8mcg @ 19:16

Der Funkstörungsmessdienst der BNetA (Bundesnetzagentur) wurde um Hilfe gebeten, da an der Amateurfunkstelle DM5TI plötzlich erhebliche Empfangsstörungen auf mehreren Amateurfunkkurzwellenbändern auftraten.
Eine Kommunikation mit anderen Amateurfunkstellen war nur noch sehr eingeschränkt möglich. Mit mehreren aufwendigen Messeinsätzen konnte schliesslich die Störquelle ermittelt werden. Es handelte sich um einen so genannten „elektonischen Halogentransformator“, der ständig an das 230V-Netz angeschlossen, rund um die Uhr den Kurzwellenfunkbereich unbrauchbar machte. Eigentlich sollte er als Stromversorgungsquelle für die Beleuchtung einer neuen Kücheneinrichtung dienen.

Elektronische Halogentransformatoren sind nichts anderes als Schaltnetzteile, die mit rechteckig getakteten Pulsen energieeffizient die hohe Netzwechselspannung in eine niedrigere Gleichspannung umwandeln. Leider entstehen durch die Rechtecktastung auch kräftige Oberwellen bis in den UKW-Bereich. Da die Hersteller nur allzu gerne mit den für die Funkentstörung notwendigen Bauteilen sparen und  statt abschirmenden Metallgehäusen lieber billigere Plastikgehäuse verwenden, wird dieses getaktete Frequenzspektrum abgestrahlt und stört andere Funkempfänger.

Nur mit sehr zeit- und kostenaufwendigen Messeinsätzen der BNetzA ist es anschliessend möglich, solche Störer wieder aus dem Verkehr zu ziehen.

Der Übeltäter, inzwischen provisorisch mit Klappferritten um die Anschlussleitungen nachgerüstet, um den Störnebel zu reduzieren:

Der Störer soll anschliessend gegen einen nicht störenden Wandler ausgetauscht werden.

Der Kurzwellenempfang von Amateurfunkstationen aus fernen Ländern ist wieder möglich. Wer weiss, wann z.B. das nächste Erdbeben ein Land ins Chaos stürtzt. Amateurfunk ist in solchen Situationen erfahrungsgemäß das einzig funktionierende Notfallkommunikationsmittel. Voraussetzung ist natürlich, dass kein Halogentransformator den Empfang unmöglich macht.

1. Februar 2010

Funkstörungen durch UHF-Funkempfänger-Störstrahlung

Filed under: Uncategorized — dl8mcg @ 17:50

Unfassbar, aber leider wahr. UHF-Funkempfänger für das 433 MHz – Band, besonders billiger Bauart, senden ein unerwünschtes ständiges Rauschsignal aus. Sind erwünschte Nutzsignale vorhanden, verändert sich das Rauschspektrum dieser Billigstempfänger in ein instabiles Linienspektrum. Diese Art von Empfängern wird z.B. in Funkthermometern oder Funktürglocken oder Funksteckdosen eingesetzt und können andere Empfänger in diesem Frequenzbereich erheblich stören. Z.B. musste ich das bereits an mehreren Amateurfunk-Relaisfunkstellen feststellen. Die Störungen sind immer weiderkehrend und hören sich pfeiffartig an (Rückkopplungspfeiffen), da das erwünschte Sendesignal der Relaisfunkstelle mit dem unerwünschten Rausch- bzw. Linienspektrum gemischt wird und auf diese Weise in den Empfangskanal der Relaisfunkstelle gelangt. Dabei werden nicht nur der Amateurfunkdienst gestört, sondern auch die Frequenzbereiche der BOS-Dienste wie Polizei und Hilfsdienste sind davon betroffen.
Die Hersteller bzw. Verkäufer dieser fragwürdigen Produkte sind offenbar rein gewinngesteuert und kümmern sich nicht um die negativen Auswirkungen auf Funkdienste, die im betroffenen Frequenzbereich bevorrechtigt arbeiten.

Am 9.November 2009 habe ich deshalb eine Beschwerde an die Marktaufsicht der BNetzA geschickt, mit dem Antrag auf Marktverbot für derartige Produkte.

Mit einem Spektrumanalysator aufgezeichet, ist zu erkennen, dass diese Empfänger ein breitbandiges Rauschsignal ausstrahlen:

Vom Empfänger abgestrahltes Rauschen

Nun kommts aber erst so richtig! Wenn diese dubiosen Empfänger ein Nutzsignal empfangen, verwandelt sich das an sich schon störende Rauschspektrum in ein instabiles Linienspektrum, mit noch grösseren Pegeln:

Instabiles abgestrahltes Linienspektrum bei vorhandenem Nutzsignal

Nochmal das Linienspektrum. Der Amateurfunkbereich 430MHz bis 440MHz wird mehrfach gestört:

Linienspektrum im Amateurfunkband 430MHz bis 440MHz

So sehen die störenden Teile beispielsweise aus:

Ein weiteres Beschwerdeschreiben an die Abteilung Marktaufsicht der BNetzA ist in Vorbereitung. Wer ähnliche Mißstände festgestellt hat, was die Unbrauchbarmachung von Amateurfunkfrequenzen betrifft, kann sich gerne an mich wenden, zur weiteren Untermauerung und Vorbereitung eines entsprechenden Beschwerdeschreibens an die BNetA.

Funk-Frequenzen müssen benutzbar bleiben!

D.h. Produkte, die die berechtigten Interessen der, in diesem Fall sogar bevorrechtigten Frequenznutzer völlig mißachten, müssen vom Markt genommen werden, bzw. dürfen erst gar nicht in den Handel gelangen!

e-mail an : dl8mcg@darc.de

23. Januar 2010

Treiber für das Baycom-USB-Modem

Filed under: Uncategorized — dl8mcg @ 12:20

Für das Baycom-USB-Modem gibt es einen neu compilierten Treiber für
Windows-XP und Windows-Vista.

BaycomUsbV1.5.zip

HAMNET

Filed under: Uncategorized — dl8mcg @ 11:33

HAMNET bedeutet Highspeed Amateur Multimedia NETwork.
In OE ist dieses digitale Backbone-Netzwerk bereits an zahlreichen Relaisstandorten im Einsatz.

Mitte 2009 wurden auch in DL (Bayern) Linkversuche auf 5 GHz von DB0AAT über DB0INN zu OE2XZR unternommen. Es funktioniert erstaunlich gut.

Konfiguration an DB0AAT

Im Herbst 2009 wurde ein Versuchslink von DB0AAT zu DB0HOB ausprobiert. Auch diese Strecke läuft einwandfrei.

Ähnliche Aktivitäten gibt es in USA :      KB9MWR-use it or loose it KB9MWR-mods

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